Die Passionsdarstellung
in Neuzelle von 1750 zählt zu einem der bedeutendsten Barockkunstwerke
in Europa. Sie ist besonders vollständig erhalten und von
hoher künstlerischer Qualität. Für die dauerhafte Präsentation
wurde ein Neubau entworfen, der die östliche Lücke des Stiftsplatzes
schließt, und dem Platz seinen geschlossenen Charakter zurückgibt,
wie er bis 1820 bestand. Der Neubau vervollständigt somit
ein Ensemble aus Klausur, Klosterkirche, Museum und evangelischer
Kirche. Das Haus gliedert sich in zwei Baukörper, die ineinander
verschachtelt sind: einen inneren, der die Passionsszene
beherbergt und einen äußeren, in dem sich die Ausstellung
befindet. Die Eingangshalle des Ausstellungsgebäudes - eine
breit verglaste, lichte Gebäudefuge - verbindet Stiftsplatz
und barocke Parkanlage. Sie teilt das Haus in einen Archivbereich
auf der Nord- und einen Ausstellungsbereich auf der Südseite. |